Radisson blu El Quseir 2010

Aufenthalt Radisson El Quseir 2010

– Bilderalbum 2010 –

Reisezeitraum: 30.11. – 14.12.2010

Hotel :
Das Hotel hat uns auch bei unserem vierten Besuch nach 2006, 2007 und 2009 nicht enttäuscht. Auch wenn wir in dem ein oder anderen Punkt leichte Veränderungen zum Negativen feststellen mussten, handelt es sich immer noch um ein sehr gutes und empfehlenswertes(!!) Hotel. Leider sind im Hotel nun doch schon leichte Abnutzungserscheinungen sichtbar und hier muss das Management aufpassen, dass dies nicht langsam überhand nimmt. Eine Generalreinigung der Zimmer wäre mal angebracht, insbesondere die ausliegenden Teppiche und die Vorhänge sehen doch schon arg mitgenommen aus. Apropos neues Management: Hier hat es ja, wie im Internet gut zu recherchieren ist, im Frühsommer einen Wechsel des General Manager gegeben. Auch bei dem neuen Manager handelt es sich um einen Deutschen. Dieser ist jedoch nicht nur uns sondern auch vielen anderen Gästen dadurch aufgefallen, dass er meist mit leicht gesenktem Kopf durch die Anlage läuft und seine Gäste nicht grüßt. Dies war bei dem sonst ausnahmslos sehr freundlichen Personal im Radisson richtig auffälig. Auch beim Cocktail Empfang für Stammgäste gab es lediglich eine kurze Begrüßung, nicht aber mal eine offensive Nachfrage „wie gefällt es Ihnen?“, „können wir etwas besser machen?“ etc. Das hatte schon den Charakter einer Pflichtveranstaltung ohne Herz. Die vielen neuen Discount Angebote 25% Rabatt hier, 50% Rabatt da, heute dies und morgen das, welche auf div. Schildern und den täglichen am Frühstücksbuffet ausliegenden „GoodMorningNews“ angeboten wurden, sollen wohl auch hier die „Geiz ist geil“ Mentalität ansprechen. Wir fanden es einfach nur nervig! Die Gäste kamen überwiegend aus Deutschland, Schweiz, Ãsterreich, Skandinavien sowie einige wenige aus Osteuropa. Niemand ist negativ aufgefallen. Zu dem vielfach bemängelten Life-Style Angebot (ist eben kein komplettes AI, hat aber genau den Umfang wie von den Reiseanbietern in den Katalogen beschrieben) und dem notwendigen „Unterschreiben“ nur soviel: Wir finden es gut, so wie es im Radisson geregelt ist!

Lage :
Das Hotel liegt in einer Bucht ca. 130km nördlich von Marsa Alam zusammen mit dem Mövenpick und dem Flamenco Resort. Beide Hotels könnten zu Fuß am Meer entlang erreicht werden. Der Transfer vom Flughafen Marsa Alam dauerte ca. 1,5 Stunden, es wurden unterwegs einige andere Hotels angefahren. Rund um das Hotel ist absolut nichts, das sollte man wissen und vor seiner Buchung berücksichtigen. Wer Abends zum flanieren und shoppen gerne sein Urlaubsresort verlassen will ist hier fehl am Platz. Während unseres 14tägigen Aufenthaltes Anfang Dezember gab es Baulärm, welcher von einer Baustelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Nähe der Unterkünfte für das Radisson Personal) kam. Hier wurden mit großen Maschinen den ganzen Tag Steine zerkleinert und das war je nach Windrichtung mehr oder weniger laut auf dem ganzen Gelände zu hören. Neben dem Hotelgelände (süd-östliche Richtung) entsteht ein neuer Komplex von dort war allerdings kein Baulärm zu vernehmen. Hierzu sagten man uns, dass dort ein neues Hotel bzw. ein Diving-Camp entstehen würde.

Service:
Der Service war wie gewohnt gut. Alles klappte vom Check-In bis zum Check-Out reibungslos und sollte es mal irgendwo haken hilft einen direkte Nachfrage beim jeweiligen Servicepersonal oder an der Rezeption. Bei Check-Out hatten wir Posten aus der Minibar auf der Endabrechnung, obwohl diese von uns nicht genutzt wurde. Hier wurde aber ohne große Diskussionen korrigiert. Wir finden es schade, dass seitens des Hotel kein Feedbackformular bereitgestellt wird. Angeblich verschickt Radisson nach dem Aufenthalt entsprechende Mailformulare an die Gäste, bei uns ist aber noch nie was angekommen, obwohl wir unsere Mailadresse sowohl dieses als auch letzten Jahr bei Ankunft angegeben haben. Naja, vielleicht liest das Management ja auch bei Holidaycheck mit und das reicht dann als Feedback aus.

Gastronomie :
Das Essen im Radisson ist qualitativ immer noch sehr gut, ABER die Highlights die man in den Jahren 2006, 2007 und vielleicht auch noch im letzten Jahr hatte sind weg. Sehr schade! Hatte man früher im Hotel doch recht häufig den Eindruck, Essen von einer Qualität und Variation am Buffet zur Auswahl zu haben, die man sich selbst nicht alltäglich gönnt bzw. man selber vielleicht auch nicht so gut zubereiten kann, war dieser Eindruck in diesem Jahr weg. Insbesondere im Bereich des abendlichen „Live cooking“ hat sich das Angebot verschlechtert. Wir würden sagen, dass es dem neuen Küchenchef an Phantasie fehlt und zum anderen hat man das Gefühl, dass das Hotel die aufpreispflichtigen Restaurants und die kostenpflichtigen Special Events pushen will. Oder wurde nur an der Kostenschraube gedreht? Persönlich ist uns sehr negativ aufgefallen, dass es am Abend kein richtiges Käse-Buffet mehr gibt und das Wurstangebot zum Frühstück qualitativ nachgelassen hat. Eine Ausnahme beim Essen stellt jedoch das Dessert-Buffet dar, dieses hat sich nochmals verbessert und ist der absolute Hit. Abends gab es jetzt auch öfters Eis (das Hotel bereitet dieses selber zu) oder es wurden frische Crepes gebacken. Frisch gepresster O-Saft wird jetzt gut sichtbar zum Frühstück angeboten, ist allerdings kostenpflichtig. Wir haben das Angebot wahrgenommen die Küche zu besichtigen und waren begeistert. Alles machte einen sehr ordentlichen, sauberen und gut organisierten Eindruck. Sport / Unterhaltung: Nach wie vor wird Wassergymnastik und Beachvolleyball angeboten. Der gut ausgestattete Fitnessraum war Abends rege besucht, ebenso die kostenlos zu nutzende Sauna. Wir konnten zudem mit unserer kleinen Tochter (20 Monate) zwischen 8-12 Uhr den Jacuzzi im Spa besuchen. Abendliche Unterhaltung beschränkt sich auf eine Live Band und gelegentlichen Folklore Shows. Das neue Diving Center von „Subex“ (www.subex-elq.com) ist wohl noch nicht so richtig in die Gänge gekommen. Wir haben einige unzufriedene „Schnorchler“ getroffen, die mit dem Angebot und der Beratung/Betreuung nicht zufriedenen waren. Wir selbst wurden als „Schnorchler“ sehr freundlich beraten. Aufgefallen ist uns jedoch, dass erheblich weniger Taucher im Hotel waren als zu Zeiten von „Extra-Divers“

Zimmer :
Das erste uns zugeteilte Zimmer Nr. 2601 der Kategorie DZ mit Meerblick war ehrlich gesagt nicht sehr schön. Es hatte zwei einzelne Betten (die man uns aber sofort zusammengestellt hätte) und es war recht dunkel, da es aufgrund der Lage nur das Terrassenfenster hatte und das sonst übliche zweite Fenster gefehlt hat. Der Meerblick war schon fast seitlich. Wir haben dann vor Ort auf eine Junior Suite (Nr. 2114) gewechselt, der Aufpreis hierfür war hoch aber angemessen. Die Junior Suite hatte zwei komplett getrennte Räume (Schlafen und Wohnen) ein großes Bad mit separater Badewanne und zwei Waschbecken, ein Gäste-WC, zwei Terrassen, davon eine mit zwei Liegen. Es stand eine Nesspresso Maschine und ein Wasserkocher zur freien Verfügung bereit, zudem Bademäntel, Slipper etc. Einfach mal auf die Bilder schauen! Für uns als mit Kleinkind Reisende war es ideal, da unsere Tochter in Ruhe schlafen konnte.

Tipps & Empfehlung :
Als Hinweis auf aktuelle Bewertungen zum Hotel: Das Hotel wurde erst 2005 eröffnet, ist also noch keinen 10 Jahre alt und die Nutzung des W-LAN ist für alle Gäste kostenlos. Es stehen mehrere Hotspots auf dem gesamten Gelände zur Verfügung, am besten ist der Empfang allerdings in der Lobby. Die hier oft genannten 5€ fürs Internet beziehen sich auf die Nutzung der Hotel eigenen PCs in der Nähe der Rezeption. Die Shops im Hotel sind nach unserer Auffassung überteuert aber die Besitzer alle nett. Handeln kann man dort nicht, das zahlen in Euro ist im ganzen Hotel möglich, die Preise sind zum Teil auch direkt in Euro angegeben. Der vorhandene Schmuckladen wird von einer Deutschen geleitet. Auch diese hat nett mit uns geplaudert, hat aber kein großes Interesse gezeigt uns einen Nasenstecker zu verkaufen. Nach dem vierten Abend des Vertrösten auf Morgen sind wir nicht mehr hin gegangen.